München | Moosach

Moosach gehört zu den ältesten Orten in München und wurde bereits im Jahre 807 erstmals urkundlich erwähnt. Moosach ist der Stadtbezirk 10 der bayerischen Landeshauptstadt München und unterteilt sich in die Ortsteile Hartmannshofen, Pressestadt und Borstei. Den Namen verdankt das ehemalige Dorf der Moosach, einem knapp 60 km langen linken Nebenfluss der Isar. Der ursprüngliche Verlauf der Moosach wird heute als Feldmochinger Bach bezeichnet. Der Stadtbezirk liegt im Nordwesten der Stadt und erstreckt sich von der Landshuter Allee (Mittlerer Ring) im Osten über das Rangierbahnhofgelände im Norden und die Waldhornstraße im Westen bis zum Westfriedhof im Süden.

Moosach ist ein Stadtteil, in dem es viel zu entdecken gibt. Mit der Borstei steht hier eine der interessantesten Wohnanlagen Münchens. Die Borstei. Benannt nach dem Architekten und Bauunternehmer Bernhard Borst beherbergen die 77 Reihenhäuser derzeit über 770 Wohnungen. Von außen sieht sie aus wie eine Trutzburg. Doch ihre Schönheit entfaltet sie erst, wenn man durch ihre Innenhöfe läuft. Hier gibt es Bäume, Gärten, ein Café. Und sogar ein eigenes Botanikum in dem es auch Palmen und Olivenbäume gibt. Auch einige Künstler haben dort ihre Ateliers eingerichtet. Den Bewohnern steht eine eigene Ladenstraße zur Verfügung, sodass man die Wohnanlage gar nicht verlassen muss, um seinen täglichen bedarf zu decken.

das Olympia-Einkaufszentrum ist ein Eldorado für Shoppingfreunde. von außen betrachtet ist es nicht das schönste Bauwerk Münchens, doch innen hat das Olympia-Einkaufszentrum eine ganze Menge zu bieten. An die 140 Geschäfte, von der großen Modekette bis zum kleinen Kuriositätenladen, sind hier zur finden. Vor allem bei schlechtem Wetter ist das OEZ, wie Einheimische das Gebäude nennen, ein heißer Tipp für alle die gerne shoppen. Seinen Namen hat das Olympia-Einkaufszentrum übrigens von der angrenzenden Pressestadt, die 1972 anlässlich der Olympischen Spiele gemeinsam mit dem Einkaufszentrum errichtet wurde. Bei seiner Eröffnung war das OEZ das größte Einkaufszentrum Europas.

Der St.-Martins-Platz mit dem Pelkovenschlössl ist das kulturelle Zentrum des Stadtteils. Hier finden unter anderem Konzerte, Lesungen, Ausstellungen oder Poetry Slams statt. Das Gebäude stammt aus dem 17. Jahrhundert und war ursprünglich ein Hofmarkschloss. Auch das daneben liegende Hacklhaus ist eine beliebte Lokalität für Feiern aller Art. Hier steht auch die Kirche St. Martin und das ehemalige Pfarrhaus. In dem hat auch Papst Benedikt XVI. eine Zeit lang gewohnt hat.

Bedingt durch die Nähe zum Zentrum und die sehr gute Verkehrsanbindung ist Moosach ein beliebtes Wohnviertel. Das Erscheinungsbild der Gebäude ist dabei zweigeteilt. An den großen Ausfallstraßen wie der Dachauerstraße dominieren eher die größeren Bauwerke.

Das markanteste Gebäude ist das weithin sichtbare Uptown München am Georg-Brauchle-Ring. Mit 146 Metern Höhe ist es nach dem Olympiaturm das zweithöchste Gebäude der bayerischen Landeshauptstadt. Daneben gibt es aber auch etwas abseits kleinerer Reihen- oder Einfamilienhäuser wie in der sogenannten Mondscheinsiedlung und Hartmannshofen, das immer noch den Charakter einer Gartenstadt hat. Überhaupt ist Moosach nicht arm an Grünflächen: Es gibt den Hartmannshofer Wald oder das Landschaftsschutzgebiet Kapuzinerhölzl. An Moosach grenzen zudem der Olympiapark , der Nymphenburger Schlosspark und der Allacher Forst. Für die Naherholung der Moosacher ist also bestens gesorgt.

Lohnenswert in Moosach ist ein Spaziergang über den Westfriedhof. Allein der monumentale Kuppelbau lohnt schon den Besuch. Hier liegen außerdem einige Berühmtheiten begraben wie etwa die frühere iranische Kaiserin Soraya, der frühere bayerische Ministerpräsident Hanns Seidel oder der Malerfürst Franz von Lenbach. ebenfalls Sehenswert sind die neue St.-Martins-Pfarrkirche in der Leipziger Straße, die St. Raphael Kirche in der Lechelstraße oder der Wasserturm in der Emmy-Noether-Straße.

Nicht weit von Moosach entfernt liegt die Olympia Schwimmhalle. Die einstige Wettkampf-Stätte der Olympischen Spiele von 1972 ist heute für die Öffentlichkeit zugänglich. Hier gibt es angeblich das „schnellste Wasser der Welt“. Wer es hingegen gemütlicher angehen will, kann in der Saunalandschaft oder im Whirlpool verweilen. Zahlreiche Wettbewerbe und Wassersportevents finden in der Halle statt.

Mit der U3 Moosach und der U1 ist der Stadtteil mit zwei U-Bahnlinien erreichbar. Eine S-Bahn, Straßenbahn und zahlreiche Buslinien fahren ebenfalls nach beziehungsweise durch Moosach.

 



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